10 spannende Infografiken rund um Social Commerce

Die folgenden 10 Infografiken, rund um Social Commerce, Facebook, Pinterest & Co., lassen sich sicher noch ergänzen. Wer weitere Infografiken findet – bitte mailen an info@shoppingzweinull.de oder unten als Kommentar posten. Vielen Dank.

Timeline des Social Commerce – Infografik mit allen wichtigen Milestones in der Entwicklung des Social Shoppings von 2007 bis heute (2012).
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Social Commerce Einflußfaktoren – Infografik zur Fragen: Wer spielt eine Rolle für Social Commerce und welche Faktoren beeinflussen die Entwicklung?

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The State of Social Commerce – Infografik zu Zahlen und Erfolgsbeispiele für Social Shopping aus den USA.
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Social Commerce – fact or fiction? – Infografik zur Fragestellung: Was ist dran am Social Commerce Hype – welche Annahmen sind real oder fiktiv?

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Pinterest, the next social commerce game changer – Infografik zur Frage: Warum ist Pinterest so erfolgreich und was bedeutet das für Social Shopping?

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History of F-Commerce – Infografik zur Timeline der Enwicklung von Facebook Commerce

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Social Commerce Psychology – Infografik zu den 6 Regeln, die uns aus Social Sicht beim Shoppen beeinflussen

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Selling on Facebook – Infografik von Paul Marsden zu allen Faktoren und möglichkeiten des F-Commerce

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2010, a year in Social Commerce – Infografik zu den Entwicklungen im Social Shopping im Jahr 2010.

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Small Business and Facebook Commerce – Infografik zu Zahlen rund um F-Commerce und Small Business



Mehr Infografiken auf online-driven.de und in meinem Pinterest Board.

x.commerce – die neue Chance für Social Commerce?

Das ebay Magento nicht ohne Grund gekauft hat, war allen klar. Was genau daraus werden soll, ist nun mit x.commerce klarer geworden.
Im Grunde stellt ebay nun Shopbetreibern und Entwicklern die “Eierlegende Wollmilchsau” für den Handel zur Verfügung und integriert alle seine Produkte und Dienste auf einer Plattform inkl. der entsprechenden API Schnittstellen.

Letzter sind natürlich für jeden Entwickler spannend, der Tools oder Geschäftsmodelle aufsetzen will, die sich an Standardschnittstellen orientieren und als Mashups neue Mehrwerte erzeugen können.

Neben Magento (Shopsystem), Milo (Anbindung lokaler Warenwirtschaftsdaten), Redlaser (Mobile Barcodescanner Technologie), where.com (Mischung aus Foursquare und Qype) ist natürlich das Payment via Paypal zentraler Bestandteil.

ebay selbst beschreibt x.commerce wie folgt:
“It’s the first end-to-end, multi-channel commerce technology platform designed for all the ways consumers choose to shop today…”

Aber ebay legt noch nach und kooperiert mit Facebook. Konkret bedeutet das die Integration des Facebook Open Graphs als Schnittstelle in das x.commerce System. Damit sind soziale Profile (aktuell noch nach Permission des Users) direkt kombinierbar mit Shoppingdaten und können passiv als Recommendations genutzt werden oder auch aktiv für “Shopping with friends” Ansätze.

Das ist grundsätzlich nicht neu – erste Ansätze von Open Graph Verknüpfungen im Retail gibt es in den USA mit esty und in Deutschland von smatch.com. Die Verbindung mit einem all inclusive Paket über x.commerce wird diese Prägung des Social Commerce aber massiv fördern und wahrscheinlich auch zeitlich pushen.

Auf der K5 in München gab es, im Zusammenhang mit Marketplaceansätzen oder der über x.commere realisierbaren “alles aus einer Hand Plattform”, eine spannende Diskussion über den langfristen USP von Online Shops und damit über die Zukunft vieler Händler in den nächsten Jahren. Sicher ist, konservatives Zögern wird den Prozess der Zentralisierung im E-Commerce nicht aufhalten.

Die Nutzung von Vorteilen durch agile Datenströme aus Drittsystemen stellt aber auch für viele Händler (und Datenmittler) eine große Chance dar. Gleichzeitig wird die Öffnung der Systeme aber auch schwache Modelle schneller aufdecken und abstrafen. Einmal mehr heisst das “Try and error”, denn einigeln wird nicht funktionen!

Auf Facebook kann man mit E-Commerce kein Geld verdienen!?

Eine der häufigsten Fragen, die mir in den letzten Wochen auf Konferenzen und in Fachgesprächen gestellt wurde:

Mit E-Commerce kann man doch auf Facebook kein Geld verdienen!?




Die Antwort auf diese (schon sehr als Aussage formulierte) Frage, ist ein klares Jein. Im deutschen Online Umfeld neigen viele Leute leider dazu, neue Themen immer sehr schnell zeitkritisch und im direkten Vergleich zu etablierten Kanälen zu beurteilen. Gleiches gilt auch für den Glauben in Konzepte, die es eventuell schon woanders gibt und denen man deshalb keine Zukunftchancen einräumt.

Natürlich ist Facebook heute nicht optimal als Verkaufsplattform aufgestellt und auch die Userwege sind eher kommunikationsgetrieben als das sie Kaufgelüsten befriedien können. Das wird sich aber bald ändern, da Facebook die Weichen – eigens Payment, OpenGraph etc. – gestellt hat und eine weitere Kommerzialisierung gut vertragen kann.

Jeder der heute auf Facebook E-Commerce Ansätze (egal ob Shop oder Produktplatzierungen im Contentumfeld) testet, verfügt dann über Erfahrungswerte, da die heutugen User auch auf dem neuen “E-Commerce Facebook” sein werden.

In einer im September veröffentlichten Studie der BBDO – Deutschlands größte Werbeagentur – in Zusammenarbeit mit Jelden TTC und brand foresight, werden aktuelle Zahle zum Nutzungverhalten in Kombination mit einem Handelsfokus aufgezeigt. Dazu werden über Interviews mit Branchenleuten, die zukünftigen Potentiale diskutiert.

Wann und wie stark sich Facebook als E-Commerce Potential herausstellen wird, ist aktuell schwer zu sagen. Die zwei Optionen stellen sich für mich aber recht klar dar und sind nur in Ihrer Intensität und Terminierung offen.

1. Facebook wird zum Datenaggregator wie Google und baut sein heutiges Advertising deutlich aus und ergänzt es um eine Produktsuche (mit allen Möglichkeiten der API Politik von Facebook)

oder

2. Facebook wird stärker selbst als Händler auftreten und eine Marktplatzstruktur schaffen. Die Power zum Durchsetzen eines Datenstandards und die damit mögliche Anbindung an alle Shop- und Warenwirtschaftssysteme hat das Social Network. Neben Amazon und Ebay fällt mir eigentlich nur noch Google mit ähnlichen Potentialen ein. Der Suchgigant wird sich aber sehr lange und gründlich diesen Schritt überlegen, solange die sichere AdWords Bank noch 7 Tage die Woche offen ist und viel Geld einbringt.

Das auch heute schon E-Commerce Ansätze in Facebook erfolgreich sein können, zeigen die Beispiele aus den folgenden Charts von Paul Marsden (Syzygy group).

Gerade große Brands und Konzepte mit Einzelprodukten sind hier zur Zeit Vorreiter. Retailer haben es schwer und müssen es schaffen, Ihren Fans auf Facebook den optimalen Mix an Produkten aus dem Gesamtangebot – in der richtigen Intensität – zu bieten.

Oder sie versuchen abseits der eigenen Unternehmensseite auf speziellen Contentthemenseiten Ihre Produkte zu platzieren und Umsatz zu generieren. Den Physischen Aufwand können hier Tools wie 8thBridge oder Social Commerce Plattform minimieren und auch deutlich optimaler steuern.
Alle Potentiale mit Facebook auch außerhalb von Facebook zu arbeiten und E-Commerce zu verändern, sind dabei noch nicht mit eingerechnet. Die Ansätze von smatch.com unter Nutzung des Facebook OpenGraphs sind in dieser Präsentation näher erläutert.

Es lässt sich also sagen, dass heute noch nicht alle mit/auf Facebook Geld verdienen können. Das wird sich aber ändern und jeder Test heute ist dann ein Vorsprung, den es zu nutzen gilt.


Autor: Stefan Wolk – mehr unter online-driven.de

Google Falle? Welche Auswege gibt es?

In einem aktuelen Exciting Commerce Posting werden die Marketing Verantwortlichen von Quelle zitiert mit “Google ist eine Retailer-Falle”.

Dieser sehr nett klingende Slogan ist nicht falsch – aber wesentlich vielfälltiger in seiner Betrachtungsweise als hier dargestellt. Natürlich investieren die deutschen Retailer Millionen Beträge jeden Monat in Suchmaschinenmarketing. Aktuell auch wieder zunehmend in das Thema SEO.

Die dabei geschaffene Abhängigkeit des eigenen Geschäftsmodells ergibt sich dabei von selbst. Wenn wir das eCommerce Geschäft in die beiden Bereiche “bedarfsweckende und “bedarfsdeckende Werbung” unterscheiden, ist der erste Part ganz klar durch den Suchmaschinenriesen dominiert. Und das sicherlich zu Recht.

Die marktbeherrschende Stellung für alle suchrelevanten Vorgänge hat Google sich in den letzten Jahren verdient und ständig ausgebaut. Wenn – und danach sieht es immer noch nicht aus – es keine ernstzunehmende Konkurrenz gibt und die wenigen relevanten Mitbewerber keine gleichwertigen Werbemodelle bieten, sehe ich für diesen Bereich auch wenig Alternativen.

Diese liegen demnach in den “bedarfsweckenden Werbemodellen”. Hier sind gehübschte Affliate-Konzepte wie Me-Shops (wie die QStores) ein erster Schtritt. Aber sie sind ohne Integrationskonzepte, nichts weiter als eine Alternative zu den bestehenden Plattformangeboten von Zanox und Co.
Mal ehrlich, jeder der sich mit dem Thema Affiliating näher beschäftigt weiß, dass die Potentiale der guten Publisher schon weit ausgeschöpft sind und wir in diesem Umfeld eher von Mini-Agenturen sprechen müssen, als vom klassischen Affiliate a la “Amazon Affiliate Story”.
Das interessanteste Potential liegt meiner Meinung nach in den Umfeldern, in denen User noch aus Bereichen abgeholt werden können, die reichweitenstark sind und großes Wachstum haben. Dies sind vor allem Community Plattformen – entweder breit in der Aufstellung wie wer-kennt-wenn.de oder Facebook. Aber auch Spezialseiten sind spannend, da sie zwar kleine aber dafür sehr “interessierte” User zu einzelnen Themen bündeln.
Was in den Staaten schon sehr gut funktioniert, ist in Deutschland noch in den Anfängen. Meiner Meinung nach, sind die Integration von eCommerce Inhalten als bedarfsweckende Angebote der erfolgsversprechendste Ansatz. Ein Beispiel wären Mashups aus Inhalten zweier Partner. Der erste Partner stellt die User und den Informations-Content – der zweite die passenden Angebote in Bezug zu den Inhalten. Grundvorraussetzung hierfür ist ein hoher Automatisierungsgrad z.B. in Form von Webservices oder API Schnittstellen. Daran krankt es ja zur Zeit noch oft auf beiden Seiten.
Spannend wird es dann, wenn der eigentliche User die Möglichkeit bekommt, an diesen Modellen zu partizipieren. Hier sehe ich das Potential für den vielgelobten Affilate oder Publisher. Wenn Nutzer einer Plattform selbst bestimmen können, wie z.B. ihr Profil aussieht und die Besucher der Site die Angebote als “werbefrei” empfinden – dann wäre dies ein gelungender Ansatz.
Um das Beispiel bildhafter zu skizzieren:  Eine Userin stellt in ihrem Profil klar heraus, dass sie sich für Handtaschen interessiert. Sie bloggt eventuell auch zu diesem Topic – in der Community oder dezentral – dann müsste sie mit wenigen Klicks passenden Angebote integrieren können. Dabei will sie sich aber nicht bei einem Affiliate Programm anmelden, weil ihr das (a) zu viel Aufwand ist und (b) sie keine Erfahrungen mit der Thematik hat.
Der Anbieter muss ihre Plattform sein auf der sie schon aktiv ist und deren Anmeldeprozesse si durchlaufen hat. Als Monetarisierung muss nicht nur Geld ausschlagebend sein. Es können auch andere Möglichkeiten genutzt werden. Stichwort “Selbstdarstellung” oder “Sachvergütungen”.
Wenn man diese neuen und alternativen Ansätze für Online Werbung betrachtet, darf man sich trotz aller Möglichkeiten die sich bieten – und die auch kommen werden – nichts vormachen. Google Traffic wird für jeden Retailer in absehbarer Zeit die bedeutsamste Größe seines Online- Marketing-Mixes bleiben. Falle hin oder her! Es gibt aber Ergänzungsangebote und damit die Möglichkeit seinen Mix breiter zu gestalten. Auch in abverkaufsorientierten Werbeumfeldern, die jeder Retailer sucht.