Versteht C&A Online Marketing nicht?

C&A vs Google Adwords

Wenn man die aktuelle Diskussion zum Thema Abmahnung der Newssite die-topnews.de wegen Google Adsense durch den eCommerce (wieder) Neueinsteiger C&A verfolgt, muss man sich schon fragen: Versteht C&A das Online Geschäft eigentlich?

Man kann sich gut vorstellen, wie im Traditionsunternehmen C&A die Markenstrategen an die Decke gesprungen sind, weil sie auf einer Nachrichtensite – ich kannte sie bis vorgestern nicht mal – “böse” Konkurrenzwerbung neben einem redaktionellen Beitrag über C&A gesehen haben. Vielleicht war es auch die PR Abteilung :X
Nun grundsätzlich das Werbemodell von Google in Frage zu stellen ist zwar niedlich – aber total weltfremd. Wie der Internet-Law Blog schreibt, ist es wohl realistischer:

“Es könnte durchaus sein, dass Anbieter wie “die-topnews.de” die von Google Werbung beziehen, diese Werbung optisch oder räumlich noch etwas deutlicher vom redaktionellen Content abgrenzen müssen. Damit steht aber noch lange nicht das Werbekonzept von Google in Frage…”

Mehr wird auch nicht passieren. Aber trotzdem ein schönes Beispiel, wie auch große Firmen erst die Speilregeln im Onlinebereich lernen müssen. Ob sich die Stategen von C&A wohl auch über eine C&A Anzeige neben einem Artikel von H&M geärgert hätten? Wohl kaum, wenn sie darüber Umsatz machen. Und das tun sie bestimmt!
Nachtrag (11.02. – 18:14 Uhr):
C&A zieht die Abmahnung gegen die-topnews.de zurück. Auf deren Seite heisst es:
“Am Dienstagabend zog C&A dann seine Abmahnung zurück und schickte ein entsprechendes Fax in dem es unter anderem heißt, dass man die Angelegenheit als erledigt betrachte und auch die abmahnende Anwaltskanzlei diesbezüglich entsprechend instruieren werde…

Ferner schreibt C&A in seiner Pressemitteilung, dass man Google Adsense nicht in Frage stellt und um dieses Missverständnis aus der Welt zu räumen die Abmahnung zurückzieht…”

1 Comments

  1. Das Unternehmen ist erst seit kurzem “online”.

    Gib Ihnen noch ein wenig Zeit das zu lernen, was andere Versandhändler von 10 Jahren lernen mussten.

    Sicherlich sind es die Marketingstrategen, die ihre heiligen Kühe (den stationären handel) in gefahr sehen und jede Kleinigkeit nutzen, um eine Welle zu schieben, um Online marketing zu diskreditieren.

    Guckt euch doch mal Otto an: Ein schwerfälliger Konzern hat begriffen, wo seine Zukunft liegt und Qualiät hat sich durchgesetzt!

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