Die FAZ und die re:publica

Das Journalisten die Blogger als “Gefahr” sehen, ist ja nicht neu. So verwundert der FAZ Artikel von Thomas Thiel auch nicht sonderlich.

Zuerst versucht er mit der Twitterwand, die Qualität von Blogs zu untergraben – Willkommen im 21. Jahrhundert und seiner Mediennutzung. Da hat aber jemand noch nicht aka-aki auf seinem Handy :X

“Das Böse vermutet man daher in den Printmedien, denen man mit erstaunlicher Selbstverständlichkeit eine Restlebensdauer von fünf bis maximal zehn Jahren einräumt. Das Gute hingegen in der Bloggerkultur, die das „Kommunizieren gelernt“ habe. Auf der SMS-Wand im Hintergrund einer Podiumsdiskussion, die der journalistischen Qualität des Bloggens galt, liefen derweil Kommentare, die von dem erreichten Kommunikationsstandard Zeugnis ablegten: „Sorry, meine Schuhe quietschen.“ …”

Warum die Medien die Frage nach Ihrer Ablösung immer wieder thematisieren, ist mir nicht klar.

Thiel schreibt: “Sollte die Berichterstattung binnen fünf bis zehn Jahren tatsächlich von alternativen Medien, etwa dem Bloggen und dem Onlinejournalismus, getragen werden müssen, wäre viel Arbeit zu leisten…”

Warum können nicht beide Medienformen nebeneinander existieren? Das Thema Blogs ist doch genauso bunt, wie der “Printwald”… von der FAZ über Bild bis zum Dorfmagazin gibt es hier alles. Und niemand kommt auf die Idee hier Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

Ich glaube vielmehr die Angst rührt aus der tiefen Erkenntnis, dass es nicht mehr einer elitären Schicht von “kreativen” Schreibern vorbehalten ist, sich zu äußern. Ist das eigentich so schlimm?

Für mich nicht und ich trotzdem werde auch weiterhin Zeitung lesen… nicht die FAZ (hab ich vorher aber auch nicht getan)!

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