Ist Ajax nicht ein Waschmittel?

In der aktuellen Ausgabe der Internet Professionell findet sich ein spannender Artikel unter dem Titel “Neue Technik, alte Probleme” (leider gibt es keine Online-Version des Beitrags – da hat die IW eindeutig die Nase vorn).

Es geht im Kern um die Problematik der neuen Technologien aus dem Blickwinkel der Usability.

Nach Aussage von Frank Puscher, dem Autor des Artikels, machen Web 2.0, Ajax (die meisten Menschen bringen das Wort wohl eher in einen Zusammenhang mit Wäsche oder dem Putzen des eigenen Bades :X) oder Rich Media viele neue Anwendungen im Internet möglich.

“Dabei brechen Sie aber auch mit den Konventionen und Erwartung des Benutzers. Aber das Problem der Web 2.0-Usability ist subtiler. Die dynamischen und schnellen Anwendungen stehen im krassen Widerspruch zum gelernten Userverhalten.”

Die Grundaussage des Artikels ist super spannend und sollte bei allen neuen Projekten berücksichtigt werden. Viele Elemente sind für User einfach über Jahre gelernt und lassen sich nicht über Nacht “löschen”. Aber es gibt einen wichtigen Unterschied – die heutigen Internetuser sind auch viel mehr bereit sich einmal gesehene Funktionen als gelernt einzuprägen. Zusätzlich sind viele Features aus der “Web 2.0 Welt” auch spielerisch angelegt, was dem Testing und Ausprobieren sicher zu Gute kommt.

Ich glaube eine Kombination aus bisher bekannten Features und Elementen in Kombination mit einigen neuen Anwendungen ist für eine Übergangszeit die beste Lösung. Jetzt lernen sie gerade, dass eine Website nicht neu geladen werden muss, wenn der Inhalt sich ändert.

Step bei Step sollte man die Besucher einer Seite heranführen. In einem Jahr ist es dann gelebter Alltag. In Zukunft werden wir dann bei Inovationen auf ein noch größeres und schnelleres Lernverhalten der User setzen können.


1 Comments

  1. Das klingt ja extremst spannend, werde gleich mal auf die Suche gehen nach dieser Ausgabe. Danke für den Tipp! Bin da ganz deiner Meinung, man sollte nicht immer nur darauf setzen, was alles machbar ist, sondern auch immer im Auge behalten, was man dem User an Neuheiten zumuten kann (je nach Zielgruppe und Nutzerschaft). Und Ajax benötigt seine ganz eigene Usability.

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